An den Tagen 3 und 4 der Deutschen Meisterschaften der Jugend A 2026 in der City Bowling Hasenheide in Berlin rückte die absolute Königsdisziplin in den Fokus: der Team-Wettbewerb. Aus bayerischer Sicht boten die Turniertage packenden Sport und ein Wechselbad der Gefühle, das am Ende mit einem hochverdienten Podestplatz belohnt wurde.
Die Vorrunde: Nervenstarker Einzug in die Medaillenrunde
Die 6-Spiele-Vorrunde verlangte den bayerischen Jungen alles ab. Das Team, bestehend aus Tim Meier (SG Rottendorf), Vincent Wheeldon (BK München), den Brüdern Jakob und Valentin Nahodyl (Absolut-Sports.com), Alexander Gründl (BK München) und Robin Tucker (BC EMAX), musste eine enorme mannschaftliche Geschlossenheit an den Tag legen, um im dicht gedrängten Feld der Landesverbände die Chance auf Edelmetall zu wahren.
Besonders Vincent Wheeldon erwies sich in der Vorrunde als bayerischer Punktegarant: Mit einer Gesamtpinzahl von 1.168 Pins über die 6 Spiele hinweg und einem starken Schnitt von 194,67 Pins hielt er das Team konstant auf Kurs. Unterstützt wurde er tatkräftig von Jakob Nahodyl, der starke 1.145 Pins (Schnitt: 190,83) beisteuerte, sowie von Robin Tucker mit 1.129 Pins (Schnitt: 188,17). Nach einer Achterbahnfahrt in den einzelnen Spielen – mit einem High-Game von 826 Pins im zweiten Spiel, aber auch schwierigeren Phasen (653 Pins im letzten Spiel) – landete das bayerische Team mit einer Gesamtpinzahl von 4.457 Pins (Schnitt: 185,71) punktgenau auf dem begehrten 4. Vorrundenplatz. Damit war die Qualifikation für das Halbfinale und der Gewinn einer Medaille bereits vorzeitig gesichert!
Das Halbfinale: Aufbäumen gegen den Favoriten
Im Halbfinale kam es zum Duell mit dem Erstplatzierten der Vorrunde, dem bayerischen Dauerrivalen aus Nordrhein-Westfalen.
Gespielt wurde im Baker-Modus über 4 Spiele. Das bayerische Team tat sich zu Beginn der Serie schwer, die Lücken im Ölbild optimal zu lesen, und geriet mit Spielen von 180, 172 und 166 Pins zunächst deutlich ins Hintertreffen gegen die bärenstark aufspielenden Westfalen, die Serien von 214, 203 und 216 Pins aufs Parkett legten. Doch die bayerischen Jungen bewiesen großen Charakter: Anstatt aufzugeben, stemmten sie sich im vierten Spiel geschlossen gegen die Niederlage und erzielten mit hervorragenden 220 Pins ihr bestes Ergebnis der Halbfinalserie. Obwohl das Match am Ende mit insgesamt 738 zu 800 Pins an Nordrhein-Westfalen ging, verabschiedete sich Bayern erhobenen Hauptes aus dem Titelrennen.
Das Endergebnis: Bronze glänzt für Bayern
Da im Halbfinale kein gesondertes Spiel um Platz 3 ausgetragen wird, durfte sich das bayerische Team nach dem Ausscheiden gemeinsam mit dem Landesverband Württemberg über die Bronzemedaille freuen. Deutscher Meister im Team wurde Niedersachsen, das sich im Finale knapp gegen Nordrhein-Westfalen durchsetzen konnte.

Die bayerischen Jungs haben an den Tagen 3 und 4 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie als echtes Team funktionieren. Nach dem Erfolg im Doppel-Wettbewerb ist diese Bronzemedaille in der Mannschaft ein weiterer, großartiger Erfolg für die bayerische Bowling-Jugend bei diesen nationalen Titelkämpfen in Berlin.