Austragungsort: City Bowling Hasenheide, Berlin (17.06. – 21.06.2026)
Aus Sicht des Landesverbandes Bayern war der abschließende Masters-Wettbewerb der Jugend A von packenden Duellen, starken Aufholjagden und einem verdienten Podestplatz geprägt. Sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen qualifizierten sich die bayerischen Nachwuchstalente über die All-Event-Wertung für das nationale Spitzenfeld.
Männliche Jugend A: Bronze für Robin Tucker

Mit insgesamt vier qualifizierten Spielern unter den Top 12 der All-Event-Wertung war die bayerische Delegation im männlichen Feld stark vertreten.
Runde 1: Licht und Schatten im bayerischen Lager
In der ersten Runde (Modus „Best of Three“) griffen drei der vier bayerischen Starter ins Geschehen ein.
- Jakob Nahodyl (Absolut-Sports.com, All-Event-Platz 8): Jakob lieferte sich ein enges Match gegen Willem Bernard Pieper aus Berlin. Nach einem gewonnenen ersten Spiel (181:173) und dem Ausgleich durch den Berliner im zweiten Durchgang (184:243), behielt der Bayer im entscheidenden dritten Spiel mit starken 201:173 Pins die Nerven und zog mit 2:1 Siegen ins Viertelfinale ein.
- Robin Tucker (BC EMAX, All-Event-Platz 10): Robin zeigte von Beginn an eine souveräne Leistung gegen Lennart Loske (Niedersachsen). Mit zwei klaren Siegen (215:130 und 211:201) dominierte er das Duell und gewann glatt mit 2:0.
- Vincent Wheeldon & Alexander Gründl (beide BK München): Weniger Glück hatten die verbleibenden beiden Münchner. Alexander (All-Event-Platz 11) musste sich dem Berliner Shane Wanzke glatt mit 0:2 geschlagen geben (182:197, 169:183). Vincent (All-Event-Platz 5) lieferte Lukas Wolter aus Nordrhein-Westfalen einen harten Kampf. Nach einer Niederlage im ersten Spiel (165:183) glich Vincent mit 205:201 aus, unterlag dann jedoch im Finale hauchdünn mit 170:172 und schied mit 1:2 aus.
Runde 2 (Viertelfinale): Ein sensationeller Coup
- Robin Tucker vs. Tobias Dürl (Württemberg, All-Event-Platz 2): Robin sorgte für die große Überraschung der Runde. Gegen den favorisierten Württemberger verlor er zwar das erste Spiel mit 218:277, kämpfte sich jedoch mit 221:194 zurück und warf den Ranglistenzweiten im dritten Spiel (180:168) mit 2:1 Spielen aus dem Turnier.
- Jakob Nahodyl vs. Marvin Voigt (Niedersachsen): Jakob bezwang den All-Event-Dritten Voigt im ersten Spiel mit 182:176. Danach fand der Niedersachse jedoch besser ins Spiel und Jakob musste die Spiele zwei (148:183) und drei (149:198) zur 1:2-Niederlage abgeben.
Runde 3 (Halbfinale): Ein toller 3. Platz
Als letzter verbliebener bayerischer Hoffnungsträger traf Robin Tucker im Halbfinale auf den Berliner Jaden Wolff (All-Event-Platz 4). Robin spielte ein grandioses erstes Match und ging mit 257:225 Pins in Führung. Jaden glich jedoch mit einem High-Game von 258:191 aus. Im alles entscheidenden dritten Spiel musste sich Robin mit 173:202 geschlagen geben. Trotz des 1:2 nach Spielen war ihm der hervorragende 3. Platz und damit die Bronzemedaille sicher.
Weibliche Jugend A: Aus im Viertelfinale nach Freilos
Bei den Mädchen war der Landesverband Bayern mit zwei Spielerinnen vertreten, die sich dank ihrer starken Leistungen im All-Event (Top 4) direkt für das Viertelfinale (Runde 2) qualifiziert hatten und in Runde 1 noch pausieren durften. Im Viertelfinale war dann jedoch für beide Endstation.
- Lea Hassforth (BC Bajuwaren 1976 München, All-Event-Platz 2): Lea stieg als Zweitplatzierte der All-Event-Wertung ins Turnier ein und traf auf Finja Baade aus Nordrhein-Westfalen, die sich zuvor in Runde 1 durchgesetzt hatte. Lea fand leider nicht das passende Rezept für das Bahnenpaar. Sie musste sich in zwei Spielen mit 169:171 und 156:182 geschlagen geben und schied mit 0:2 aus.
- Saskia Kirschke (Lucky Striker Regensburg, All-Event-Platz 3): Saskia lieferte sich ein packendes Duell mit Chiara Leitner aus Baden. Die Regensburgerin erwischte einen tollen Start und sicherte sich das erste Spiel mit 195:185. Im zweiten Spiel schlug Leitner mit 184:165 zurück. Das dritte Spiel musste die Entscheidung bringen: Hier behielt die Badenerin mit 178:159 die Oberhand, sodass Saskia das Match unglücklich mit 1:2 Spielen verlor.
Deutscher Meister im Masters der Jungs wurde Marvin Voigt (Niedersachsen), während sich bei den Mädchen Emily Kim Beute (Sachsen) den Titel sicherte.